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Soko Halbmond 2013-07-10
Behörden
49.4494154 11.0685264 Jakobsplatz 3, 90402 Nürnberg 10.7.2013 Schlussbericht des bayerischen NSU-Untersuchungsausschusses vom 10.7.2013, Bayerischer Landtag, 16. Wahlperiode Drucksache 16/17740, S. 92, S. 98, S. 138 Internetseite: https://www.bayern.landtag.de/fileadmin/images/content/NEU_Drs_16-17740_NSU_FINAL_18072013.pdf [Aufruf 7.9.2021] https://www.nordbayern.de/region/nuernberg/trauertag-vor-zehn-jahren-totete-der-nsu-ismail-yasar-1.4431151 [Aufruf 7.9.2021] https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/kriminalitaet-soko-halbmond-mordserie-gibt-polizei-raetsel-auf-12

Am 12. September 2001 wurde in Nürnberg die „Soko Halbmond“ gegründet. Angesiedelt war die Soko beim Polizeipräsidium Mittelfranken, Kriminaldirektion Nürnberg. Dort wurden laut bayerischem NSU-Untersuchungsausschuss „die bayerischen Fälle (…) als Koordinierungsstelle gebündelt und mit der Sonderkommission in Hamburg abgestimmt“. Bis zur Gründung der „Soko Halbmond“ waren vier Menschen mit derselben Waffe ermordet worden. Alle vier waren türkischer Herkunft. Während Neonazis als potenzielle TäterInnen ausgeblendet wurden, wurden die Opfer öffentlich als Drogenhändler diskreditiert, indem ausschließlich in Richtung „Organisierte Kriminalität“ ermittelt wurde. Selbst nach dem siebten Mord an ausländischen Gewerbetreibenden in Deutschland wurde in Zeitungen noch öffentlich über angebliche Drogengeschäfte spekuliert. In der FAZ vom 18. Juni 2005 hieß es beispielsweise: „Spekuliert wird, ob Mafia-Killer aus dem internationalen Drogenmilieu hinter den Morden stecken und vielleicht Abtrünnige mundtot machen wollen. Jedoch gibt es dafür keinerlei Beweise.“